Blogartikel, die einen Link auf eine Poker-, Casino- oder Sportwettenseite enthalten, sind gekauft. Die verlinkte Website zahlt für die Veröffentlichung des Beitrags einen bestimmten Beitrag. In den meisten Fällen stammt der Artikel nicht mal von dem Blogger, sondern wird von irgendeiner dubiosen PR-Agentur geschrieben. Diese Beiträge dienen nur dazu, ein passendes Umfeld für die jeweilige Poker-, Casino- oder Sportwettenseite zu schaffen. Deshalb ist der Inhalt dieser Artikel völlig wertlos.
Diese Artikel sind in der Regel nicht als bezahlt gekennzeichnet und auch die Links sind nicht als „sponsored“ oder „nofollow“ ausgezeichnet. Damit dürfte der Blogger, der sie veröffentlicht, irgendwann in der Google-Hölle schmoren. Seine Artikel werden in der Google-Suchmaschine zukünftig auf Seite 183 verbannt werden und das Schicksal erleiden, von niemandem gefunden zu werden.
Aus gegebenem Anlass
Ich denke, die meisten von euch wissen das. Ich wollte es trotzdem mal erwähnt haben, weil ich in den letzten Tagen zwei dieser Machwerke lesen musste. Wobei ich sie nur soweit gelesen habe, bis der Link kam. Dann habe ich den nächsten Artikel aufgerufen.
Und ich habe gerade auf meine beiden letzten Blogartikel Kommentare erhalten, die mir zumindest dubios erscheinen, weswegen ich sie (vorerst) nicht freigeschaltet habe. Nicht unmittelbar Spam, irgendwie ordentlich passend zum jeweiligen Artikelinhalt, aber trotzdem merkwürdig. Die Autoren kommen von etwas sonderbaren kommerziellen Websites.
Ein weiterer Kommentar ist imo definitiv von einem LLM geschrieben und weist auch zurück auf ein ganz neues, wahrscheinlich sogar sensationelles LLM (so zumindest die zugehörige Website).
Kann es sein, dass die wieder erstarkte Präsenz von Blogs auch wieder lästige „Nützlinge“ anzieht?
Ja, der KI-Spam breitet sich überall aus. Ich hatte auch schon welchen. Tommi hat gestern einen Artikel darüber geschrieben: https://www.jansens-pott.de/kurzgedanken-ki-spam-in-den-kommentaren/
Eine Lösung scheint es noch nicht zu geben. Wenn es immer die gleichen Websites sind, auf die verlinkt wird, könnte man vielleicht eine Blacklist mit den Domains einrichten.