Draußen scheint die Sonne und die Vögel zwitschern. Statt an die frische Luft zu gehen, sitze ich an meinem Notebook und haue in die Tasten. Da stellt sich natürlich die Frage: Warum blogge ich eigentlich?
Ich erhalte Anerkennung dafür
Wie jeder Blogger mag ich es, wenn meine Artikel gelesen werden. Ich mag es, wenn jemand einen Kommentar dazu schreibt oder meinem Beitrag eine gute Wertung gibt. Heißt das jetzt, dass ich aufmerksamkeitssüchtig bin? Ich denke nein. Ich glaube, dass es völlig normal ist, ein erschaffenes Werk zu präsentieren. Ein Erfinder will seine neue Erfindung jemandem vorführen. Ein Maler möchte, dass sein neues Gemälde betrachtet wird. Ein Schauspieler möchte nach einem Theaterstück Applaus bekommen.
Ich kann die Welt verbessern
Ein Blogbeitrag kann vieles erreichen. Die Bloggerin Lisa Ben Mhenni wurde als „Stimme des tunesischen Aufstands“ bezeichnet. Zusammen mit anderen Bloggern ihres Landes setzte sie sich für Menschenrechte und Redefreiheit an. Ihr Blog „A Tunisian Girl“ wurde zu einem zentralen Medium der Opposition. Letztendlich trugen die Blogger mit dazu dabei, dass die tunesische Regierung gestürzt und die Demokratie eingeführt wurde. Der Machtwechsel wurde auch als Online-Revolution bezeichnet.
Jetzt bin ich natürlich weit davon entfernt, einen Aufstand anzuzetteln. Aber ich kann auch was bewegen. Ich kann jemandem helfen, der vielleicht technisch nicht so bewandert ist, einen Mastodon-Account einzurichten. Ich kann Menschen zum Nachdenken bringen, in dem ich mich bspw. für den Datenschutz einsetze und sie zum Umstieg auf einen sicheren Messenger wie Signal motiviere. Mit meinem Laufblog möchte ich Menschen dazu animieren, sich mehr zu bewegen. Ich werde damit die Welt nicht komplett verändern, aber ich kann in vielen Fällen einen Beitrag zu einer Debatte leisten.
Bloggen ist meine Leidenschaft
Der Hauptgrund, warum ich blogge, ist aber, dass Bloggen meine Leidenschaft ist. Wenn ich eine Idee für ein spannendes Thema habe, dann muss ich darüber schreiben. Am besten sofort. Es fällt mir schwer, einen Artikel auf den nächsten Tag zu verschieben. Wenn ich eine Idee habe, dann muss ich meine Gedanken in Bytes umwandeln. Ich habe mich auch schon schlafen gelegt und bin wieder aufgestanden, weil ich mir zumindest Notizen für einen Artikel machen wollte. So wie ein Sänger nicht mit dem Singen aufhören kann, kann ich nicht mit dem Bloggen aufhören.
Blogwochen 2025
Das war mein Beitrag zu den heute gestarteten Blogwochen2025. Die Aktion wurde von den drei Blogs Nur ein Blog, Dirks Logbuch und Benedikt.io ins Leben gerufen. Von Anfang Mai bis Ende Oktober geben sie jede Woche ein Thema vor, zu dem Blogger einen Artikel schreiben können. Alle Beiträge können auf einer Seite gelesen werden. Der Titel des heutigen Themas lautet: „Warum bloggen wir eigentlich noch?“.
PS: Nachdem ich meinen Kopf geleert habe, gehe ich jetzt raus und genieße das schöne Wetter noch etwas 😉
Bildquelle: Das Bild wurde mit dem KI-Generator ChatGPT erstellt.

Wenigstens die Notizen aufschreiben, damit der Kopf abschalten kann. Genau. Das trifft Blogger sein wirklich sehr gut.
Und ich dachte immer, ich sei der Einzige, dem es so geht 🙂
Ach was? Es gibt noch mehr Menschen, die so bloggen? Puh, da habe ich wohl viel zu lange in meinem einsamen, verstaubten Blogzimmer gesessen.
Hi Erik,
„ Wenn ich eine Idee für ein spannendes Thema habe, dann muss ich darüber schreiben.“
Das ist auch mein Antrieb.
Und dann will man ja ein bisschen Anerkennung oder eine Rückmeldung zum Thema und das passiert durch Kommentare.
Herzliche Grüße
So isses 🙂
Das sind alles sehr gute Gründe, um einen Blog zu führen. Daher sollten das (wieder) sehr viel Menschen machen.
Lustigerweise hatte ich vor dem Start meines Laufblogs den Gedanken: „Laufblogs gibt es schon genug, da brauche ich nicht auch noch einen zu gründen.“ Inzwischen sehe ich das aber anders 🙂
Danke für deinen Beitrag zu den BlogWochen. Ich bin überrascht, wie viele mitmachen und wie viele heute noch bloggen. Also privat und persönlich.
Ich dachte, das wäre ausgesterbender Nerd Kram.
Ich habe es zufällig mitbekommen (via Schreiblehrling glaube ich) und wusste sofort, dass ich mitmachen will 🙂
Ich weiß nicht, ob ich es jede Woche schaffe, aber ab und zu bin ich bestimmt dabei 😊
Hi Erik
‚Warum blogge ich eigentlich‘, fragt sich so mancher Blogger. Also machen wir uns nichts vor, wir bloggen, weil wir Narzissten sind. Jenseits davon merken wir, dass wir auch nunmehr seit über 15 Jahren deswegen bloggen, um etwas zu verstehen. Indem wir den Blog schreiben und mehr noch indem wir die Kommentare beantworten, verstehen wir über ein Thema mehr als wir es vor dieser Blogpost taten. Wir sehen vielmehr unterschiedliche Perspektiven. Aber dennoch hadern wir häufig mit unserem Bloggen – und bleiben dabei.
Alles Gute
The Fab Four of Cley
🙂 🙂 🙂 🙂
Den Begriff Narzisst finde ich jetzt etwas übertrieben, aber der Gedanke, dass Blogger durch das Schreiben und Kommentieren ein tieferes Verständnis zu einem Sachverhalt bekommen, gefällt mir 🙂
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