Mein Vorsatz für 2026: Mehr Digitale Souveränität

Artikelbild zum Thema Mehr Digitale Souveränität. Ein Garten mit vier Blumenbeeten, die durch einen Rasenweg voneinander getrennt sind Vor einem Beet kniet ein Gärtner und pflanzt eine Blume in das Beet. Cartoonstyle.
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In meinem Beitrag Die grenzenlose Macht der großen Oligopolisten hatte ich darüber geschrieben, dass sich die Digitale Souveränität in den letzten 30 Jahren kaum verbessert hat. Die digitale Welt wird von fünf Oligopolisten regiert. Auch in meinem persönlichen Umfeld konnte ich nichts bewirken.

Verbesserung meiner digitalen Souveränität

Etwas kann ich aber tun. Nämlich meine eigene Digitale Souveränität verbessern. Genau das habe ich mir für das nächste Jahr vorgenommen. Ich habe vor einigen Tagen auf dem Kuketz-Blog einen Ratgeber gefunden, der schildert, wie ich mich digital unabhängiger machen kann.

Dieser Ratgeber umfasst 30 Tipps. Einige davon habe ich schon umgesetzt.

Pluspunkte

Datenschutzfreundliche Suche

Mit Ecosia verwende ich eine datenschutzfreundliche Suche. Sie verwendet zwar seit einigen Monaten die Suchergebnisse von Google. Diese werden aber anonymisiert verarbeitet.

Datenschutzfreundliche Messenger

Ich verwende mit Signal und Threema zwei datenschutzfreundliche Messenger. WhatsApp habe ich einige Tage nach dem Aufkauf von Facebook deinstalliert. Das war 2014.

KI-Chat

Als KI-Chat verwende ich seit kurzem die Ecosia KI-Suche. Sie wird als grünste KI der Welt beworben.

Kein X

Ich verwende seit diesem Jahr kein X mehr. Ich habe ein Abschiedsposting gesendet und auf meinen Mastodon-Account verwiesen.

Lastschriften nutzen

Beim Online-Kauf versuche ich hauptsächlich per Lastschrift zu zahlen. Ich zahle nur dann per Paypal, wenn es nicht anders geht. Meine Kreditkarte nutze ich nur sehr selten.

Linux

Auf meinem privaten PC habe ich Linux Mint Debian Edition installiert. Die gleiche Distribution nutze ich auch auf meinem geschäftlichen Notebook.

LibreOffice

LibreOffice nutze ich seit seinem Start in 2010. Vorher habe ich OpenOffice verwendet. Ich habe nur ein einziges Mal ein MS-Office-Programm gekauft. Das war Excel 2000.

Nicht bei Amazon kaufen

Ich kaufe bereits seit mehreren Jahren nichts mehr bei Amazon.

Datenschutzfreundlicher Browser

Wie bereits im Artikel 30 Jahre im Internet unterwegs erwähnt, nutze ich seit der Version 0.8 den Mozilla-Firefox-Browser. Dieser ist im Jahr 2004 erschienen.

Vorsätze

Abschied von Facebook

Momentan nutze ich noch Facebook. Hauptsächlich, um Links zu meinen Online-Aktivitäten zu posten. Im nächsten Jahr will ich mich von Facebook verabschieden.

Abschied von Instagram

Instagram nutze ich für den gleichen Zweck wie Facebook. Auch von diesem Dienst werde ich mich 2026 verabschieden.

Abschied von Strava

Mit Strava teile ich meine Trainingsläufe. Auch von diesem Dienst werde ich mich im Laufe des nächsten Jahres verabschieden.

Google reduzieren

An Google hängt sehr viel. Ich werde es wahrscheinlich nicht schaffen, mich ganz davon zu verabschieden. Aber ich werde 2026 einige Dienste nicht mehr verwenden.

Yahoo reduzieren

Bei Yahoo habe ich zwei aktive E-Mail-Accounts. Diese sind schon sehr alt. Den älteren davon habe ich 2008 angelegt. Ich nutze sie hauptsächlich für Online-Einkäufe und zum Empfang von Newslettern. Dadurch, dass sie so alt sind, kann ich mich nicht von heute auf morgen davon verabschieden. Aber ich versuche eine Alternative dafür zu finden. Ich möchte auch nicht ausschließlich eigene E-Mail-Konten verwenden. Sonst kann ich bei einem Ausfall meiner Websites den Support meines Hosters nicht mehr erreichen.

Paypal reduzieren

Ich will meine Paypal-Nutzung reduzieren. Es wäre schön, wenn sich der Zahlungsdienst Wero durchsetzen würde. Dann würde ich diesen anstelle von Paypal nutzen.

ChatGPT/Perplexity ersetzen

Im Moment benutze ich noch ChatGPT bzw. Perplexity zur Erzeugung von KI-Bildern. Dafür habe ich noch keine gute Alternative gefunden. Ganz will ich darauf nicht verzichten. Vielleicht ergibt sich im Laufe des nächsten Jahres noch eine gute Lösung.

Windows stark reduzieren

Auf meinem geschäftlichen PC nutze ich zurzeit noch Windows 11. Ich will mir im nächsten Jahr einen neuen PC kaufen. Auf diesem werde ich Linux installieren. Ich habe ein älteres Spezial-Programm, das nur unter Windows läuft. Für dieses Tool will ich Windows unter einer Virtualisierungs-Software einsetzen.

Clouds ersetzen

Ich verwende momentan Box.com. Hauptsächlich um Bilder vom Smartphone auf den PC zu transferieren und um große Dateien an Kunden zu schicken. Die Backups meiner Blogs speichere ich verschlüsselt auf Dropbox.com. Ich will diese Clouds im neuen Jahr ersetzen. Ich weiß noch nicht, ob ich speziell für diesen Zweck Nextcloud installieren werde oder ob es vielleicht eine andere Lösung gibt.

Prüfstand

Einige Dienste stelle ich 2026 auf den Prüfstand. Ich entscheide im nächsten Jahr, ob ich sie weiternutzen werde oder nicht.

Bluesky

Ich teile seit einigen Monaten meine Blogartikel per Bluesky. Der Dienst verwendet zwar ein dezentrales Protokoll, wird aber von einer amerikanischen Firma betrieben. Ich werde 2026 prüfen, ob ich dort weiterhin meine Blogartikel teile oder nicht.

PCloud

Ich nutze eine Lifetime-Version von PCloud. Dort speichere ich verschlüsselt Backups meines geschäftlichen PCs. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich diesen Dienst weiter verwenden soll oder nicht.

Virtualbox

Zurzeit nutze ich noch Virtualbox. Eigentlich gibt es ja auch Virtualisierungs-Software für Linux. Diese habe ich aber noch nicht ausprobiert. Wenn ich damit zurechtkomme, könnte ich Virtualbox durch eine Linux-Lösung ersetzen.

LinkedIn

Ich rufe ungefähr zweimal im Jahr LinkedIn auf. Es wäre sehr seltsam, hier großspurig meinen Ausstieg zu verkünden. Eine digitale Abhängigkeit besteht für mich aber nicht. Ich hätte kein Problem damit, wenn der Dienst morgen ohne Ankündigung schließen würde.

XING

Existiert der Dienst überhaupt noch?

Das Jahr der Digitalen Souveränität

2026 wird für mich das Jahr der Digitalen Souveränität. Ich werde meine Abhängigkeit von den Oligopolisten und anderen Diensten reduzieren. Das wird mich viele Kontakte kosten. Ich werde zwar Alternativen zu den Angeboten der Oligopolisten anbieten. Erfahrungsgemäß werden diese aber nur wenige nutzen. Mit persönlichen Freunden bin ich aber über Messenger verbunden. Da wird sich wenig ändern.

Die Änderungen von Gewohnheiten wird mir schwerfallen. Das können die meisten von euch wahrscheinlich nachvollziehen. Ich werde meine Umstellungen natürlich hier im Blog dokumentieren. Außerdem werde ich von zwei Fällen berichten, bei denen ich die Macht der Großkonzerne bereits zu spüren bekam.

Das mit Perplexity erstellte KI-Bild zeigt einen Garten. Ich werde es für alle Artikel zum Thema Digitale Souveränität verwenden. Mein Ziel ist, dass ich meinen eigenen digitalen Garten habe, in dem ich möglichst wenig von anderen Anbietern abhängig bin.

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2 Antworten zu „Mein Vorsatz für 2026: Mehr Digitale Souveränität“

  1. Da hast du dir etwas sehr wichtiges vorgenommen. Teileweise ist es gar nicht so einfach aus den Plattformen zu lösen.
    Ich arbeite gerade an der Ablösung von Google.

    Viel Erfolg bei all deinen Punkten.
    LG
    Martha

    1. Ja, das befürchte ich auch. Bei einigen Diensten wird die Ablösung wohl nicht innerhalb eines Jahres zu schaffen sein.