Tafel statt Kirche

Ein Junge steht vor der Schule und verkauft Weihnachts-Postkarten. Ein Mann hat seinen Geldbeutel gezückt und will dem Jungen eine Münze geben. Cartoonstyle
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In diesem Monat geht es in der Blogparade #relevant um das Thema Hast du mal ’nen Euro? Wie stehst du zu Spenden? Im Rahmen meiner Teilnahme lasse ich die Hosen runter. Ihr erfahrt nicht nur, wohin meine Spenden fließen, sondern auch wie viel Geld von mir an Hilfsorganisationen geht.

Spenden ist wichtig

Ich finde, Spenden ist ein wichtiges Thema und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Deshalb spende ich nicht nur im Dezember, sondern das ganze Jahr über. Ich bin auch nicht der Meinung, dass es allein die Aufgabe des Staates ist, sich um Bedürftige zu kümmern. Auch jeder Einzelne sollte zusätzlich zur Zahlung der Steuern noch etwas beisteuern.

Der Vorteil des Spendens ist auch, dass ich selbst entscheiden kann, wen ich unterstütze. Während der Staat viel Geld für unnütze Dinge wie das Dienstwagenprivileg, Ehegattensplitting und die Vergünstigung von Dieselkraftstoff ausgibt, kann ich sinnvolle Projekte von Hilfsorganisationen unterstützen.

Ich spende eher für globale Initiativen als für regionale Projekte. Mir ist natürlich klar, dass es auch in Deutschland arme und kranke Menschen gibt, die Hilfe benötigen. Ich unterstütze aber lieber den Bau von Schulen, Brunnen oder Krankenhäusern in Entwicklungsländern als bspw. das Sommerfest eines Kindergartens.

Meine Spenden

Jetzt mal Margarine zu den Fischstäbchen, ähhh, … Butter bei die Fische 😊 Wo fließen meine Spenden hin?

Monatlich

Es gibt drei Hilfsorganisationen, die ich teilweise schon seit mehreren Jahrzehnten mit 10 Euro pro Monat unterstütze.

Greenpeace

Mir war schon in jungen Jahren der Erhalt unserer Umwelt ein wichtiges Anliegen. Deshalb spende ich schon seit über 35 Jahren für Greenpeace. Eine Organisation, die für mich zu den Vorreitern in Sachen Klimaschutz zählt und die für ihre kreativen Protestaktionen bekannt ist.

Unicef

Unicef ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Die Organisation unterstützt vor allem Kinder in Entwicklungsländern. Ich bin seit über 30 Jahren als Spender aktiv.

Tafel in Deutschland

Die Idee der Tafeln begeistert mich vor allem deshalb, weil sie gleich mehrere Vorteile haben. Erstens werden hilfsbedürftige Menschen unterstützt. Zweitens wird etwas gegen die Lebensmittelverschwendung getan. Das führt drittens dazu, dass die Umwelt weniger belastet wird. Die Tafel in Deutschland unterstütze ich seit rund 10 Jahren.

Jährlich

Ärzte ohne Grenzen

Am Ende des Jahres spende ich über mein Gewerbe einen dreistelligen Betrag an Ärzte ohne Grenzen. In diesem Jahr sind es 200 Euro. Bei dieser Organisation gefällt mir besonders die Neutralität. Wenn Ärzte ohne Grenzen in einem Kriegsgebiet aktiv ist, dann gibt es keinen Unterschied zwischen Aggressor und Verteidiger. Es wird jeder Mensch unterstützt, der Hilfe braucht, egal auf welcher Seite er steht.

Welthungerhilfe

Ich mache (fast) jedes Jahr beim DBU mit. Das ist ein Backyard Ultra. Es gibt keine Anmeldegebühr. Wer mitmachen will, spendet einfach 20 Euro an eine Hilfsorganisation seiner Wahl. Ich unterstütze mit meinem Startgeld die Welthungerhilfe. Sie ist vor allem in Entwicklungsländern aktiv.

Signal

Ich nutze seit vielen Jahren den Messenger Signal. Seit einigen Jahren spende ich jährlich 10 Euro, um die weitere Entwicklung zu finanzieren. Ich habe ja schon an anderer Stelle darüber geschrieben, warum ich kein Freund von WhatsApp bin.

Unregelmäßig

Bei schweren Unglücken wie Vulkanausbrüchen oder Erdbeben spende ich auch mal außer der Reihe 50 Euro. Das Geld geht dann meistens auch an Ärzte ohne Grenzen, die ja oft als eine der ersten Organisationen am Unglücksort sind. Das mache ich aber wirklich sehr unregelmäßig. Es gibt durchaus auch Jahre, in denen ich nichts spende.

Indirekt

Ich bin Mitglied beim ADFC, der sich für die Belange von Radfahrern einsetzt. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei 66 Euro im Jahr. Ich habe dadurch nur indirekte Vorteile, wie bspw. eine Verkehrs-Haftpflichtversicherung. Für mich ist der Mitgliedsbeitrag auch eine Art Spende. Beim ADFC bin ich seit über 30 Jahren Mitglied.

Kirchliche Organisationen

Vielleicht ist euch aufgefallen, dass bei den genannten Hilfsorganisationen keine kirchliche dabei war. Das ist kein Zufall. Ich bin nicht religiös und auch kein Freund der Kirche. Deshalb habe ich mir bewusst Hilfsorganisationen ausgesucht, die nichts mit Religion zu tun haben.

Ich bin vor über 30 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Dadurch spare ich mir natürlich die Kirchensteuer. Ein Teil dieser Ersparnis fließt in Spenden an Hilfsorganisationen. Ich denke, das Geld ist dort besser angelegt als in den Kauf von goldenen Kelchen und in die Sanierung von Kirchenfenstern. Mir ist auch wichtig, dass die von mir ausgewählten Hilfsorganisationen konfessionell neutral sind und keine frohe Botschaft vermitteln wollen.

Was spendet ihr?

Seid ihr auch aktive Spender? Falls ja, welche Organisationen unterstützt ihr und wie hoch ist euer Obolus? Schreibt doch bitte in den Kommentaren etwas dazu.

Bildquelle: Das Bild wurde mit dem KI-Generator ChatGPT erstellt.

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7 Antworten zu „Tafel statt Kirche“

  1. Richtig ergiebiges Thema! Warum ist mein Entwürfeordner schon so voll? Nach meinem Blogmarathon heute bin ich eigentlich platt, aber da fällt mir schon wieder ausreichend für einen Beitrag ein. Danke!

    Ach, ich sehe gerade, das ist schon dein eigener Beitrag. Den kommentiere ich dann morgen nochmal fokussierter 😀

    1. Ich freue mich auf deinen Artikel 😊

      Ja, den Startbeitrag findest du zwei Artikel weiter unten 😊

  2. Ein spannendes Thema. Cool, dass Du so ehrlich und offen das mit uns kommunizierst. LG Edeline

  3. @Erik
    Du bist ja ein fleißiger Spender. Alle Achtung!
    Meine Spendenbereitschaft ist dagegen nicht sehr hoch und beschränkt sich auf spontane Aktionen. An Kirchen spende ich aus grundsätzlichen Erwägungen generell nicht.
    Mit der Zahlung meiner Mitgliedsbeiträge beim „Arbeiter-Samariter-Bund“ und dem „SOVD“ unterstütze ich bedürftige Menschen zumindest indirekt.

    1. Die Hilfsorganisationen weisen ja darauf hin, dass ihnen monatliche Zahlungen lieber sind, weil sie dann besser planen können. Deshalb mache ich das auch und spende seltener bei aktuellen Ereignissen.

      Für alle, denen es so geht wie mir und auch nicht wissen, was die Abkürzung SOVD bedeutet. Das ist der Sozialverband Deutschland, der sich für die Stärkung der sozialen Rechte einsetzt.

  4. Ich finde es toll, dass Du spendest. Leider kenne ich viele Leute, die davon nicht halten. Mir selber fehlt leider das Geld, um richtig (im Sinne von mehr) spenden zu können. Früher habe ich regelmäßig „Brot für die Welt“ und die „Thüringer Flüchtlingspaten Syrien e.V.“ unterstützt. Derzeit spende ich nur noch, wenn ich denn selber einmal etwas übrig habe.

    1. Das ist natürlich verständlich. Wer wenig hat, kann nicht viel spenden. Deshalb wäre es wichtig, wenn diejenigen, die viel haben, tiefer in die Tasche greifen würden.