Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix. So lautet ein bekannter Werbespruch aus den Neunzigern. Ich habe auf meinem Smartphone den Nova-Launcher durch den Fossify-Launcher ersetzt. Dadurch hat sich aber eine Menge geändert, allerdings fast nur zum Positiven.
Einstellung des Nova-Launchers
Es gibt schlechte Nachrichten und es gibt richtig schlechte Nachrichten. Zur letzten Kategorie gehört eindeutig die Einstellung der Entwicklung des Nova-Launchers: Nova Launcher ist am Ende.
Ich nutzte den Nova-Launcher, seitdem ich denken kann. Na ja, sagen wir mal seit frühestens 2012, als ich mir mein erstes Smartphone zulegte. Das Samsung Galaxy S III.
Doch wie so oft bei schlechten Nachrichten gibt es auch einen Hoffnungsschimmer. In dem oben verlinkten Artikel wird als Alternative der Fossify-Launcher vorgeschlagen. Und da schimmert die Hoffnung nicht nur, sie leuchtet richtig kräftig.
Der Fossify-Launcher
Da die Website des Nova-Launchers bereits abgeschaltet ist, war mir klar, dass sie es ernst meinen und es wahrscheinlich keine erfolgreiche Protestaktion der bisherigen Nutzer geben wird. Ich habe deshalb nicht lange gezögert und den Nova-Launcher von meinem fünf Jahre alten OnePlus Nord entfernt. Stattdessen habe ich mir den im Artikel empfohlenen Fossify-Launcher installiert.
Nach der Installation guckte ich etwas blöd, denn es waren fast alle App-Icons von meinen sechs Bildschirmseiten verschwunden. Stattdessen wurde nur noch eine einzige, fast leere Seite angezeigt. Da hätte ich mich vorher etwas genauer informieren sollen. War aber auch nicht so tragisch, denn es waren ja nur die Icons verschwunden. Die Apps waren noch installiert. Ich musste nur neue Bildschirme einrichten und die Bildchen darauf ziehen. Dabei fiel mir auf, dass das Handling etwas schneller ist als beim Nova-Launcher.
Einen dicken Nachteil hat der Fossify-Launcher aber. Es gibt kein Infinite Scrolling. Beim Nova-Launcher konnte ich problemlos von Seite 1 zur Seite 6 bzw. von Seite 6 zur Seite 1 scrollen. Diese Funktion gibt es beim Fossify-Launcher leider nicht. Da werde ich mich umgewöhnen müssen.
Weitere Fossify-Apps
Der Nachteil wird aber mehr als aufgehoben. Ich habe nämlich nach der Einrichtung festgestellt, dass es nicht nur einen Launcher gibt, sondern viele weitere Fossify-Android-Apps. Das sind alles kleine Helferlein mit den wichtigsten Funktionen und einigen Gemeinsamkeiten. Die Apps sind alle Open Source, werbefrei und kostenlos. Außerdem müssen nur die nötigen Berechtigungen vergeben werden. Die Entwicklung wird von einer Community übernommen. Ich habe mir diese App auf meinem Smartphone installiert:
- Gallery (ersetzt die Galerie)
- Calendar (ersetzt den Kalender)
- Phone (ersetzt die Telefon-App)
- Contacts (ersetzt die Kontakte-App)
- Messages (ersetzt die SMS-App)
- Camera (ersetzt die Kamera-App)
- Voice Recorder (ersetzt das Diktiergerät)
- Calculator (ersetzt den Rechner)
- Clock (ersetzt die Uhr)
Von einigen Apps gibt es nur eine Beta-Version. Bei mir haben sie aber alle einwandfrei funktioniert. Die bisherigen Apps habe ich, soweit möglich, deinstalliert. Danach sah mein Start-Bildschirm auf einmal sehr grün aus 😁

Eine Ausnahme habe ich aber gemacht. Von meiner Color Note-App wollte ich mich nicht trennen. Das lag einerseits daran, dass sie leider keine Export-Möglichkeit bietet. Andererseits hat mir die Fossify-Notizen-App nicht so gut gefallen. Bei Color Notes sind die Notizen alle untereinander angeordnet. Bei der Fossify-App sind sie nebeneinander in Tabs angeordnet. Das ist bei weitem nicht so übersichtlich.
Datenschutz der Fossify-Apps
Da nur die nötigen Berechtigungen verlangt werden und keine Daten weitergegeben werden, ist der Datenschutz deutlich besser als bei den Original-Apps. Laut einem Beitrag im Kuketz-Forum können die Daten sogar getrennt vom System gespeichert werden. In diesem Fall würde Google also nicht erfahren, welche Kontakte ihr in eurem Adressbuch gespeichert habt. Diese Funktion habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Meine Meinung zu Fossify
Open Source, werbefrei und guter Datenschutz. Ich kann den Fossify-Launcher und die Apps nur allen Android-Usern empfehlen. Die iPhone-Nutzer gehen allerdings leer aus, da das Apple-Handy nicht unterstützt wird.
Der Launcher und die Apps sind kostenlos. Wer die Entwicklung unterstützen möchte, kann sich die Fossify-Thankyou-App herunterladen. Diese kostet 3,49 Euro und ermöglicht es, sich bei den Fossify-Programmierern zu bedanken.
Bildquelle: Das Bild wurde mit dem KI-Generator ChatGPT erstellt.






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