In meinem Artikel Die grenzenlose Macht der großen Oligopolisten habe ich darauf hingewiesen, dass es fünf große Weltmarktführer gibt, die die Computerwelt unter sich aufgeteilt haben. Zwei Tage später habe ich den Artikel Mein Vorsatz für 2026: Mehr Digitale Souveränität veröffentlicht und darin angekündigt, meine Abhängigkeit von den Oligopolisten zu reduzieren. Gestern machte ich den Anfang, indem ich mich von Instagram verabschiedete.
Wenig Bindung zu Instagram
Zu Instagram hatte ich nie eine große Bindung. Ich bin kein Fotograf oder Zeichner und habe dort also keine künstlerischen Inhalte veröffentlicht. Ich habe hauptsächlich die Artikelbilder meines Laufblogs veröffentlicht und den Link dazu gepostet. Dieser war nicht klickbar, musste also markiert, kopiert und in die Browserleiste eingefügt werden. Das machte natürlich kaum jemand. Für mich war das ein Grund, warum ich Instagram nur wenig genutzt habe. Es brachte mir halt keine zusätzlichen Blog-Besucher.

Zwei Kanäle für Follower und Freunde
Vor einigen Tagen habe ich auf ein Instagram ein Abschiedsfoto veröffentlicht und zwei Kanäle genannt, auf denen Interessenten mir folgen können. Das waren mein Mastodon-Account für alle, die an meinem Laufblog interessiert sind und mein Signal-Account (erik.894) für alle, die mich persönlich erreichen wollen. Obwohl ich auf Instagram immerhin 147 Kontakte hatte, habe ich eigentlich mit keinen Rückmeldungen gerechnet. Überraschenderweise gab es doch eine Handvoll neue Follower auf Mastodon. Außerdem meldete sich ein Lauffreund über Signal bei mir.
Instagram-Account gelöscht
Gestern habe ich meinen Instagram-Account gelöscht. Ich habe damit alle bei Instagram veröffentlichten Fotos verloren. Für mich war das nicht so tragisch, da ich die meisten Bilder sowieso auf meinem Blog veröffentlicht hatte.
Das Vorgehen war nicht ganz einfach. Deshalb schildere ich hier Schritt für Schritt die Vorgehensweise auf dem PC.
- In Instagram auf „Mehr“ und „Einstellungen“ klicken
- Ganz oben auf „Mehr dazu in der Kontenübersicht“ klicken.
- In der Kontenübersicht auf „Personenbezogene Angaben“ klicken.
- Auf „Kontoinhaberschaft und -steuerung“ klicken.
- Auf „Deaktivieren oder Löschen“ klicken.
- Den Account auswählen
- Auf „Konto löschen“ klicken.
- Dreimal auf „Weiter“ klicken.
- Auf „Konto löschen“ klicken.
- Passwort eingeben.
Danach erhielt ich den Hinweis, dass mein Konto ab sofort deaktiviert ist und am 2. März gelöscht wird.
Erster Schritt ist getan
Damit habe ich den ersten Schritt auf dem Weg zu mehr Digitaler Souveränität getan. Wie angekündigt, werde ich mich in den nächsten Monaten noch von weiteren Accounts verabschieden.
Digital Independence Day
Ich beteilige mich mit meinem Artikel am Digital Independence Day. Bei dieser Aktion geht es darum, sich an jedem 1. Sonntag im Monat von einer Social-Media-Plattform zu verabschieden. Lustigerweise habe ich einige Stunden nach der Veröffentlichung meines ersten Artikels davon erfahren. Ich hatte also fast zeitgleich den gleichen Gedanken wie die Initiatoren des DI.Days.
Bildquelle: Das Bild wurde mit dem KI-Generator Perplexity.ai erstellt.

Hallo Erik
Ich habe meinen Instadingsda – wie ich es gerne immer nenne – schon vor einiger Zeit, zwar nicht gelöscht, aber deaktiviert und bin dafür auf Pixelfed umgestiegen. Das löschen des Kontos erfolgt aber auch noch.
FB nutze ich noch, obwohl ich parallel dazu auch noch ein Friendica Konto habe, denn auch FB wird irgendwann bei mir verschwinden.
Ich kann Deine Maßnahme also voll und ganz nachvollziehen.
Gruß
Andreas
„Ich habe damit alle bei Instagram veröffentlichten Fotos verloren.“ – Falls man darauf Wert legt, kann man alle Daten von seinem Instagram Account anfordern. Man bekommt dann einen Link, in dem alle Fotos und Videos aus dem Profil, archivierte Fotos, alle Stories und noch ein paar andere Files enthalten sind. Aktuell befindet sich das im Menü bei Kontenübersicht – Deine Informationen und Berechtigungen – Deine Informationen exportieren.
Danke für den Hinweis. Für mich spielte das aber keine Rolle, da ich die meisten Bilder auch im Blog veröffentlicht hatte.