Artikelbild zum Thema Mehr Digitale Souveränität. Ein Garten mit vier Blumenbeeten, die durch einen Rasenweg voneinander getrennt sind Vor einem Beet kniet ein Gärtner und pflanzt eine Blume in das Beet. Cartoonstyle.

In meinem Artikel Die grenzenlose Macht der großen Oligopolisten habe ich darauf hingewiesen, dass es fünf große Weltmarktführer gibt, die die Computerwelt unter sich aufgeteilt haben. Zwei Tage später habe ich den Artikel Mein Vorsatz für 2026: Mehr Digitale Souveränität veröffentlicht und darin angekündigt, meine Abhängigkeit von den Oligopolisten zu reduzieren. Gestern machte ich den Anfang, indem ich mich von Instagram verabschiedete.

Wenig Bindung zu Instagram

Zu Instagram hatte ich nie eine große Bindung. Ich bin kein Fotograf oder Zeichner und habe dort also keine künstlerischen Inhalte veröffentlicht. Ich habe hauptsächlich die Artikelbilder meines Laufblogs veröffentlicht und den Link dazu gepostet. Dieser war nicht klickbar, musste also markiert, kopiert und in die Browserleiste eingefügt werden. Das machte natürlich kaum jemand. Für mich war das ein Grund, warum ich Instagram nur wenig genutzt habe. Es brachte mir halt keine zusätzlichen Blog-Besucher.

Screenshot meiner Kontoinformationen auf Instagram. Es wird mein Accountname dermenschlaueft angezeigt. Außerdem werden weitere Informationen angezeigt. Ich hatte vor der Löschung 147 Follower, 245 Beiträge und 52 gespeicherte Artikel.
Meine Instagram-Kontoinformationen vor der Löschung

Zwei Kanäle für Follower und Freunde

Vor einigen Tagen habe ich auf ein Instagram ein Abschiedsfoto veröffentlicht und zwei Kanäle genannt, auf denen Interessenten mir folgen können. Das waren mein Mastodon-Account für alle, die an meinem Laufblog interessiert sind und mein Signal-Account (erik.894) für alle, die mich persönlich erreichen wollen. Obwohl ich auf Instagram immerhin 147 Kontakte hatte, habe ich eigentlich mit keinen Rückmeldungen gerechnet. Überraschenderweise gab es doch eine Handvoll neue Follower auf Mastodon. Außerdem meldete sich ein Lauffreund über Signal bei mir.

Instagram-Account gelöscht

Gestern habe ich meinen Instagram-Account gelöscht. Ich habe damit alle bei Instagram veröffentlichten Fotos verloren. Für mich war das nicht so tragisch, da ich die meisten Bilder sowieso auf meinem Blog veröffentlicht hatte.

Das Vorgehen war nicht ganz einfach. Deshalb schildere ich hier Schritt für Schritt die Vorgehensweise auf dem PC.

  1. In Instagram auf „Mehr“ und „Einstellungen“ klicken
  2. Ganz oben auf „Mehr dazu in der Kontenübersicht“ klicken.
  3. In der Kontenübersicht auf „Personenbezogene Angaben“ klicken.
  4. Auf „Kontoinhaberschaft und -steuerung“ klicken.
  5. Auf „Deaktivieren oder Löschen“ klicken.
  6. Den Account auswählen
  7. Auf „Konto löschen“ klicken.
  8. Dreimal auf „Weiter“ klicken.
  9. Auf „Konto löschen“ klicken.
  10. Passwort eingeben.

Danach erhielt ich den Hinweis, dass mein Konto ab sofort deaktiviert ist und am 2. März gelöscht wird.

Erster Schritt ist getan

Damit habe ich den ersten Schritt auf dem Weg zu mehr Digitaler Souveränität getan. Wie angekündigt, werde ich mich in den nächsten Monaten noch von weiteren Accounts verabschieden.

Digital Independence Day

Ich beteilige mich mit meinem Artikel am Digital Independence Day. Bei dieser Aktion geht es darum, sich an jedem 1. Sonntag im Monat von einer Social-Media-Plattform zu verabschieden. Lustigerweise habe ich einige Stunden nach der Veröffentlichung meines ersten Artikels davon erfahren. Ich hatte also fast zeitgleich den gleichen Gedanken wie die Initiatoren des DI.Days.

Bildquelle: Das Bild wurde mit dem KI-Generator Perplexity.ai erstellt.

PS: Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, dann nutze bitte die Buttons, um ihn mit der ganzen Welt zu teilen.

Von Erik

5 Kommentare zu „Bye, Bye Instagram“
  1. Hallo Erik
    Ich habe meinen Instadingsda – wie ich es gerne immer nenne – schon vor einiger Zeit, zwar nicht gelöscht, aber deaktiviert und bin dafür auf Pixelfed umgestiegen. Das löschen des Kontos erfolgt aber auch noch.
    FB nutze ich noch, obwohl ich parallel dazu auch noch ein Friendica Konto habe, denn auch FB wird irgendwann bei mir verschwinden.
    Ich kann Deine Maßnahme also voll und ganz nachvollziehen.
    Gruß
    Andreas

  2. „Ich habe damit alle bei Instagram veröffentlichten Fotos verloren.“ – Falls man darauf Wert legt, kann man alle Daten von seinem Instagram Account anfordern. Man bekommt dann einen Link, in dem alle Fotos und Videos aus dem Profil, archivierte Fotos, alle Stories und noch ein paar andere Files enthalten sind. Aktuell befindet sich das im Menü bei Kontenübersicht – Deine Informationen und Berechtigungen – Deine Informationen exportieren.

  3. Die Feststellung ist erlaubt: Die asozialen Accounts des Meta-Konzerns zu löschen, ist eine echte Herausforderung. Und das ist natürlich auch beabsichtigt.
    Ich nutze schon lange Signal an Stelle von WhatsApp – und stelle immer wieder fest, wie viele mir wichtige Menschen sich damit schwer tun, mir zu folgen. Dabei verlangte ich ja gar nicht, dass alle den gleichen Weg gehen, aber es wäre schön, einen zusätzlichen Messenger zu führen – sie auf dem Handy zu checken und damit zu kommunizieren, ist nun wahrlich kein Problem. Und bei Signal steht eben eine Stiftung dahinter und kein Konzern, der vor allem mit meinen Daten Geld verdienen will.

    1. Ja, so sehe ich das auch. Ich habe mir für 2026 vorgenommen, alle Social-Media-Accounts zu löschen. WhatsApp nutze ich übrigens schon seit 12 Jahren nicht mehr.

Likes

Neuveröffentlichungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Um auf deinem Blog auf meinen Artikel zu antworten, gib hier die URL deiner Antwort ein. Diese sollte einen Link zur Permalink-URL dieses Beitrags enthalten. Deine Antwort wird dann (möglicherweise nach einer moderierten Freischaltung) auf dieser Seite erscheinen. Möchtest du deine Antwort aktualisieren oder entfernen? Aktualisiere oder lösche deinen Beitrag und gib die URL deines Beitrags erneut ein (Erfahre mehr über Webmentions).